Abgabefrist Steuererklärung 2019

Abgabefrist Steuererklärungen 2019 verlängert

Steuererklärungen sind fristgerecht beim Finanzamt einzureichen. Bei Verstreichen der Frist drohen Verspätungszuschläge und Nachzahlungszinsen. Für die Erklärungen 2019 gelten nun aber – Corona bedingt – verlängerte Abgabefristen, nämlich bis zum 31.08.2021 – eine gute Nachricht für alle Steuerpflichtigen.

Bislang hätten die Steuererklärungen in den Fällen, in denen ein Steuerberater diese anfertigt, spätestens bis zum 28.02.2021 beim Finanzamt eingereicht werden müssen. Diese Frist ist nun aufgrund der Corona-Krise durch die Bundesregierung per Gesetz (§ 36 des Einführungsgesetz zur Abgabenordnung (EGAO)) verlängert worden auf den 31. August 2021.

Den Finanzämtern bleibt es – wie bisher – natürlich vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern.

Verzinsung von Steuernachforderungen /-Erstattungen

Sofern sich durch den Steuerbescheid ein Überschuss zugunsten des Finanzamtes / bzw. umgekehrt zugunsten des Steuerpflichtigen ergab, wurde dieser gemäß § 233a Abgabenordnung (AO) mit 0,5% pro Monat, 6% pro Jahr verzinst. Die Verzinsung begann 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist. Für die Einkommensteuer 2019 wäre dies daher der 01.04.2021 gewesen.

Durch § 36 des Einführungsgesetz zur Abgabenordnung (EGAO) wurde nun aber auch der Beginn der Verzinsung nach hinten verschoben: Nunmehr gilt für den Beginn der Verzinsung der Steuererklärungen 2019 der 01.10.2021.

Folgen bei verspäteter Abgabe

Gehen die Steuererklärungen und Abschlüsse nicht rechtzeitig beim Finanzamt und gegebenenfalls dem elektronischen Bundesanzeiger ein, riskieren Sie die Festsetzung von Verspätungszuschlägen. Mit der neuen gesetzlichen Grundlage fallen diese aber wesentlich höher aus: Pro angefangenem Kalendermonat der Verspätung werden automatisch 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer als Verspätungszuschlag fällig, mindestens jedoch 25 Euro.

Eine  Fristverlängerung für die Abgabe ist nur noch in Ausnahmefällen möglich. Der Antrag muss (wie schon bisher) eingehend begründet werden. Ein Satz wie „ich war zeitlich nicht in der Lage dazu“ reicht mit Sicherheit nicht.

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