Abgabefrist Steuererklärung 2019

Abgabefrist Steuererklärungen 2019

Steuererklärungen sind fristgerecht beim Finanzamt einzureichen. Bei Verstreichen der Frist drohen Verspätungszuschläge. Für die Erklärungen 2019 aber gelten verlängerte Abgabefristen – eine gute Nachricht für alle Steuerpflichtigen.

Bislang mussten die Steuererklärungen bis zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt eingereicht werden. Sofern die Erklärung durch einen Steuerberater erfolgt, galt als Frist der 31.Dezember. Ab 2019 gelten allerdings verlängerte Fristen:

Die Erklärungen 2019 zur

  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer
  • gesonderten und einheitlichen Feststellung

sind bis zum 31. Juli 2020 bei den Finanzämtern abzugeben. Sofern die Erklärungen durch Steuerberater angefertigt werden, wird die Frist sogar bis zum 29.02.2021 verlängert.

Den Finanzämtern bleibt es – wie bisher – vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern. Von dieser Möglichkeit soll insbesondere Gebrauch gemacht werden, wenn

  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum die erforderlichen Erklärungen verspätet oder nicht abgegeben wurden,
  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum kurz vor Abgabe der Erklärung nachträgliche Vorauszahlungen festgesetzt wurden,
  • sich aus der Veranlagung für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum eine hohe Abschlusszahlung ergeben hat oder
  • die Arbeitslage der Finanzämter es erfordert.
Folgen bei verspäteter Abgabe

Gehen die Steuererklärungen und Abschlüsse nicht rechtzeitig beim Finanzamt und gegebenenfalls dem elektronischen Bundesanzeiger ein, riskieren Sie die Festsetzung von Verspätungszuschlägen. Mit der neuen gesetzlichen Grundlage fallen diese aber wesentlich höher aus: Pro angefangenem Kalendermonat der Verspätung werden automatisch 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer als Verspätungszuschlag fällig, mindestens jedoch 25 Euro.

Eine  Fristverlängerung für die Abgabe ist nur noch in Ausnahmefällen möglich. Der Antrag muss (wie schon bisher) eingehend begründet werden. Ein Satz wie „ich war zeitlich nicht in der Lage dazu“ reicht mit Sicherheit nicht.

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