Abgabefrist Steuererklärung 2018

Abgabefrist Steuererklärungen 2018

Steuererklärungen sind fristgerecht beim Finanzamt einzureichen. Bei Verstreichen der Frist drohen Verspätungszuschläge. Für die Erklärungen 2018 aber verlängern sich die Abgabefristen – eine gute Nachricht für alle Steuerpflichtigen.

Bislang mussten die Steuererklärungen bis zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt eingereicht werden, sofern die Erklärung durch einen Steuerberater erfolgt, galt als Frist der 31.Dezember. Ab 2019, also für die Steuererklärungen 2018, gelten erstmals nun andere – verlängerte – Fristen:

Die Erklärungen zur

  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer
  • gesonderten und einheitlichen Feststellung

sind dieses Mal bis zum 31. Juli 2019 bei den Finanzämtern abzugeben. Sofern die Erklärungen durch Steuerberater angefertigt werden, wird die Frist sogar bis zum 29.02.2020 verlängert.

Grundlage für diese angenehme Nachricht ist das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens vom 22. Juli 2016 (weitere Details hierzu finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums)

Trotzdem bleibt es den Finanzämtern vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern. Von dieser Möglichkeit soll insbesondere Gebrauch gemacht werden, wenn

  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum die erforderlichen Erklärungen verspätet oder nicht abgegeben wurden,
  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum kurz vor Abgabe der Erklärung nachträgliche Vorauszahlungen festgesetzt wurden,
  • sich aus der Veranlagung für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum eine hohe Abschlusszahlung ergeben hat oder
  • die Arbeitslage der Finanzämter es erfordert.
Folgen bei verspäteter Abgabe

Gehen die Steuererklärungen und Abschlüsse nicht rechtzeitig beim Finanzamt und gegebenenfalls dem elektronischen Bundesanzeiger ein, riskieren Sie die Festsetzung von Verspätungszuschlägen. Mit der neuen gesetzlichen Grundlage fallen diese aber wesentlich höher aus: Pro angefangenem Kalendermonat der Verspätung werden automatisch 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer als Verspätungszuschlag fällig, mindestens jedoch 25 Euro.

Durch das neue Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens vom 22. Juli 2016 ist auch eine  Fristverlängerung für die Abgabe nur noch in Ausnahmefällen möglich. Der Antrag muss (wie schon bisher) eingehend begründet werden. Ein Satz wie „ich war zeitlich nicht in der Lage dazu“ reicht mit Sicherheit nicht.

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